Konzertankündigung

Jugendsinfonieorchester Thessaloniki & JSO Köln

Mit Werken von

Mendelssohn „Reformations Symphonie“,
Skalkottas,
Konstantinidis
und den sinfonische Tänzen aus „West Side Story“
von Leonard Bernstein.

Samstag, den 15.12.2018
18 Uhr große Aula (Saal 3) der Humanwissenschaftlichen Fakultät Konzert

Dirigent: Georgios Vranos

Eintritt frei!

Das JSO in China

Konzert China

Reise des Jugendsinfonieorchesters nach China

Nachdem das Middle-School-Orchestra des Central Conservatory of Music, Beijing bereits vor einigen Monaten unserer Stadt Köln einen Besuch abstattete und mit zwei Konzerten in der Kölner Philharmonie und im Klaus von Bismarck Saal (WDR) begeisterte, war es nun für das Jugendsinfonieorchester (JSO) der RMS Zeit für den Gegenbesuch in Peking, China: Am Wochenende (08./09.10.2016) startete das JSO in Begleitung von Dr. Tilman Fischer (Direktor RMS Köln) und mit seinem Dirigenten Alvaro Palmen in zwei getrennten Flügen und mit insgesamt knapp 90 Personen in die Hauptstadt Chinas. Nach Erholung von den Reisestrapazen, konnten die Musiker direkt eines der bekanntesten Wahrzeichen Chinas besichtigen: Die große Mauer. Hier konnten die JSOler sich selbst ein Bild – und viele Fotos – dieses gewaltigen Monuments machen und die steilen Anstiege, unregelmäßigen Stufen und den phantastischen Ausblick in eigener Anstrengung erleben.

Am Dienstag stand die erste Probe im Konzertsaal des Geländes der Middle School des Konservatoriums auf dem Programm, in dem auch später das erste Konzert stattfinden sollte. In erster Linie mussten sich hierbei Cellisten, Kontrabassisten und die Tubistin an die chinesischen Leihinstrumente gewöhnen, was aber keine größeren Probleme bereitete. Dirigent Alvaro Palmen konnte alle drei mitgebrachten Werke (Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg – Ouvertüre; Camille Saint-Säens: Cello-Konzert Nr. 1 a-Moll op. 33; Robert Schumann:
Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120) proben und den Musikern die Feinheiten in Erinnerung rufen. Den Abend konnten die Musiker frei gestalten und taten dies auch in kleineren oder größeren Gruppen.

Am nächsten Tag gab es dann das erste Zusammentreffen mit Xincao Li, einem der bekanntesten jüngeren chinesischen Dirigenten, der die erste Hälfte des ersten Konzertes dirigieren würde. Mit dabei auch Bonian Tian, Solocellist des Gürzenich-Orchesters und Cello-Professor in Frankfurt, der selber Absolvent des Pekinger Central Conservatory gewesen und einer der Initiatoren des jetzigen chinesisch-deutschen Austausches gewesen ist und der im ersten Konzert auch den Cello-Solopart des Saint-Saëns-Konzertes übernehmen würde. Schnell konnte sich das Orchester, noch verstärkt durch 15 chinesische Musiker des Middle-School-Orchestras, auf den neuen Dirigenten einstellen.

Schon am folgenden Tag, Donnerstag, wurde es ernst: Nach einer ausgiebigen Generalprobe begann der Abend mit einem Festakt in der Aula des Konservatoriums. Neben den offiziellen Vertretern der Rheinischen Musikschule und der Middle School des Central Conservatory waren auch Vertreter der deutschen Botschaft in Peking sowie aus der chinesischen Politik zugegen. Nach einigen Reden wurde in einem feierlichen Akt die Urkunde, die die zukünftige Zusammenarbeit und Kooperation der beiden Institutionen begründen soll, durch Herrn Dr. Fischer sowie sein Gegenüber, der Direktorin der Middle School des Central Conservatory, unterschrieben.

In dem anschließenden Konzert zeigte sich das Orchester inklusive der chinesischen Musiker unter beiden Dirigenten äußerst spielfreudig und begeisterte das Publikum genauso wie der Solist Bonian Tian, der nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde. Nach dem Konzert durfte das Orchester sich noch bei einem Empfang bei Speisen und Getränken stärken und etwas feiern.

Nach nun drei musikalisch anstrengenden Tagen stand der Freitag im Zeichen der Entspannung: Das Orchester besichtigte den Tian’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens) sowie die Verbotene Stadt.

Samstags wurde es wieder ernster: Mittags ging es mit zwei Bussen in die Beijing Concert Hall, einem großartigen Konzertsaal, in dem an diesem Abend das zweite Konzert stattfinden würde. Diesmal mit Manuel Lipstein (16) als Solisten und komplett unter der Leitung von Alvaro Palmen. Auch dieses sehr gut besuchte Konzert wurde zu einem grandiosen Erlebnis, sowohl für die Musiker, die ein grandioses Konzert darboten, als auch für die vielen Zuhörer, die dieses erleben durften und nach der Schumann-Sinfonie mit besonders langem Applaus honorierten. Zur Belohnung gab es anschließend ein großes Abendessen, gemeinsam mit vielen chinesischen Gästen, in einem Restaurant. Hier konnten die Musiker entspannt den Abend ausklingen lassen.

Am Sonntag stand dem Orchester ein letzter langer Tag bevor: Nach dem Auschecken aus dem Hotel konnte das Orchester einige Stunden lang den Sommerpalast besichtigen, eine malerische Parkanlage mit großem See etwas außerhalb der Stadt, bevor es dann zum Flughafen ging. Nach einem langen Nachtflug kam das Orchester am Montagmorgen dann wieder wohlbehalten in Frankfurt an.

geschrieben von Richard Meyer

Kooperationskonzert des JSOs mit dem Gürzenichorchester 2016

Jedes Jahr im Frühling entsteht etwas magisches und einzigartiges in Köln: Das Jugendsinfonieorchester der Rheinischen Musikschule spielt mit dem Gürzenichorchester ein Kooperationskonzert, bei dem die Jugendlichen die Gelegenheit haben mit den A-Orchesterprofis Seite an Seite zu spielen. Auch dieses Jahr fanden wir uns wieder im Konzertsaal zusammen. Dieses Projekt wird wohl für die meisten jungen Musiker des JSO das musikalische Jahreshighlight sein und bleiben. Dass es dieses Jahr überhaupt wieder stattfand war nicht so selbstverständlich wie sonst, da der vorherige Dirigent des Gürzenichs und Freund des JSOs Markus Stenz nun das Niederländische Rundfunkorchester leitet. Nun war der neue GMD François-Xavier Roth derjenige, der uns den Wunsch erfüllte und mit uns zusammen die Planeten von Gustav Holst aufführte. Herr Roth wollte die Tradition aber nicht bloß beibehalten, sondern er ergriff die Initiative und nutzte diese Kunstform um noch ein weiteres Projekt zu fördern. Die Tanz-Company „CocoonDance“ erarbeitete über Monate hinweg mit 50 hörgeschädigte Schülerinnen und Schülern der Johann-Joseph-Gronewald-Schule eine aufwendige und wahnsinnig schöne Tanzchoreographie zu der Musik von den Planeten.

Koopkonzert 2016

Konzert unter der Leitung
von François-Xavier Roth

Nach Monaten voll Stimmproben und Tuttiproben unter der Leitung von Alvaro Palmen (hauptberuflich 1. Geige im Gürzenichorchester) war es endlich so weit. Erwartungsvoll traf das ganze JSO in den Probenräumen des Gürzenichs ein. Die erste gemeinsame Probe stand bevor. Alles war anders als normalerweise. Die Stühle und Pulte waren schon parat und vor allem auch in bester Ordnung. Es gab Schallschutzwände bereitgestellt für diejenigen Musikern, die direkt vor den Blechbläsern oder den Schlagzeugern saßen. Doch vor allem saß man nun neben einem Vollprofi in der Probe. Dies führte zu einem tollen Klang, weil man bei jeder Probe unglaublich viel lernte. Sehr geduldig gaben uns die Musiker des Gürzenichs Ratschläge und Inspiration en mass. Allein durch zusehen und zuhören kann man bei diesen Musikern so einiges mitnehmen.

Nachdem die ersten beiden Proben, noch unter der Leitung unseres Dirigenten Alvaro Palmen, erfolgreich verliefen, gab es dann das erste Zusammentreffen mit François-Xavier Roth. Dieser nahm dann gekonnt den Feinschliff vor und mit seiner Idee die Planeten zu spielen brachte er direkt alle hinter sich. Bald traf man sich dann auch in der Konzertstätte dem E-Werk in Köln-Mühlheim wo dann auch die Tänzer und später der Chor dazu stießen. Von Probe zu Probe spielten wir uns bis zum Konzert in einen Rausch.

Vielen Dank dem Gürzenichorchester für dieses Erlebnis!

Konzert des Central Conservatory Junior Orchestra aus Peking im Klaus-von-Bismarck-Saal am Dienstagabend den 31.05.2016

Konzert des CCJO in Köln

Bild: Manuel Gottschlich

Die Spannung war immens. Im WDR herrschte eine ungeduldige Vorfreude aber auch Anspannung ob des bevorstehenden Konzerts der Gäste aus China. Was würden die Jungen Chinesen aus Peking wohl liefern? Eines ist klar: Sie lieferten so einiges!

Empfang 1

Empfang nach dem Konzert (Bild: Raphael Palmen)

Im Rahmen des „Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch 2016“ ging die Stadt Köln – namentlich hier die Rheinische Musikschule – mit großen Schritten mit, bei dem Versuch kulturelle Brücken zwischen China und Deutschland zu errichten. Nach einer über ein Jahr langen Organisationsphase, in welcher der Austausch zwischen dem Jugensinfonieorchester aus Köln und dem Central Conservatory Junior Orchestra aus Peking bei einiger Anstrengung und selbstverständlich organisatorischer Meisterleistung auf die Beine gestellt wurde, war es am 31.05. nun endlich soweit. Alle Vorschläge, Entwürfe und Pläne wurden real. Die Chinesen spielten…

…zunächst ein modernes Stück mit dem Namen „The Play of Toys“ von der Chinesischen Komponistin Fay Wang. Mit diesem imposanten Beginn war wohl direkt jeder im Saal vom vorhandenen Potential dieses Orchesters überzeugt. Insbesondere war es ein Schlagzeugfest, welches man so wirklich nicht alle Tage zu hören bekommt. An dieser Stelle nocheinmal Vielen Dank dafür!

Weiter ging es mit einem Cellokonzert con Édouard Lalo in D-moll. Bonian Tian brachte sein Genius mal wieder auf das Parkett. Hier allerdings waren wir vom JSO schon so etwas wie darauf vorbereitet, da wir zuvor schonmal das Glück gehabt haben bei einem Projekt mit dem Wahnsinnscellisten Bonian Tian zusammen zu arbeiten.

Erste Kontakte zwischen den Musikern sind geknüpft

Erste Kontakte zwischen den Musikern wurden geknüpft (Bild: Raphael Palmen)

Das Orchester folgte ihm und dem Dirigenten Li Xincan so wunderbar, dass man sich in der Pause so richtig auf die Beethoven Sinfonie freuen konnte.

Die Siebte ließ dann auch keinen Wunsch offen. Eine solche Präzision und Sauberkeit in jeder Instrumentengruppe ist wahrlich selten bei einem Jugendorchester und eine grandiose Messlatte für unser JSO.

Nach dem Konzert dann, wurde es noch richtig gesellig, als die beiden Länder dann wirklich in Kontakt traten, nämlich bei Bier und Brezeln im kleinen Sendesaal vom WDR. Hier gab es eine Begrüßung durch Herrn Fischer, den Leiter der Rheinischen Musikschule, zu hören und auch Li Xincan sprach einige Worte, in welchen er seiner Freude Ausdruck machte hier mit seinem Orchester in Köln zu sein und uns alle schon im voraus herzlich Willkommen hieß in Peking. Anschließend dann wurden die ersten Kontakte geknüpft, auf englisch mal besser mal schlechter mit den Austauschmusikern geklönt und natürlich auch Fotos gemacht. Man stand noch lange nach dem Konzert zusammen.

Am nächsten morgen dann hatten wir, das JSO, eine Probe in Ehrenfeld mit dem Gürzenichorchester zusammen. Hierzu kam dann auch das CCJO Pekings um uns zuzuhören. Ich denke dass diese Art von Projekt (Profimusiker spielen mit Jugendlichen) sehr interessant gewesen sein wird für die Kollegen aus China und sie diese jene Probe so schnell nicht vergessen werden. Genau so wie wir das Konzert von ihnen am Vorabend. Man kann sagen das Projekt ist bis dato ein voller Erfolg.

Probenbeginn im neuen Jahr

Am gestrigen Donnerstag, dem 7.1. fand die erste Probe im neuen Jahr statt. Wir freuen uns viele neue Mitspieler in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.

Dieses Jahr stehen gleich drei große Projekte an:

Zum einen findet im Juni ein großes Kooperationskonzert mit dem Gürzenich Orchester unter Leitung des neuen Generalmusikdirektors François-Xavier Roth im E-Werk Köln statt. Dort stehen die Planeten von Gustav Holst auf dem Programm.

Das zweite große geplante Projekt für dieses Jahr ist eine Reise zu Kölns Partnerstadt Beijing. Dort werden wir uns mit den jungen Musikern des dortigen Konservatoriums austauschen und gemeinsam zwei Konzerte veranstalten. Neben Schumanns 4. Sinfonie und der Meistersingerouvertüre freuen wir uns besonders darauf mit Bonian Tian, dem Solocellisten des Gürzenichorchesters, der an dem Konservatorium in Beijing studiert hat, das erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns spielen zu dürfen.

Außerdem findet am 06.11. als traditionelles Highlight unser Herbstkonzert in der Hochschule für Musik und Tanz statt.

Wir freuen uns auf ein aufregendes und spannendes Jahr 2016!